Warum es „based“ gibt: Ein Podcast, entstanden zwischen Trioinfernale und Uni-Frust

Zu Gast beim „Gegenwartsgeplapper“ erzählen Benjamin Scherp und Dominik Stevens, wie ihr Politik-Podcast entstand, was hinter dem Namen steckt und warum sie kontroverse Gäste einladen.

8. November 2025 · based. Podcast
Warum es „based“ gibt: Ein Podcast, entstanden zwischen Trioinfernale und Uni-Frust

In einer gemeinsamen Folge mit dem Podcast „Gegenwartsgeplapper“ blicken die beiden Journalisten Benjamin Scherp und Dominik Stevens auf die Geschichte ihres Politik-Podcasts based zurück. Beide haben in Göttingen Politik studiert, sind später nach Berlin gezogen und nehmen heute in eigenen Studioräumen im Prenzlauer Berg auf – seit Anfang des Jahres auch als Video-Podcast.

Von der Kneipenidee zum eigenen Studio

Die Ursprünge des Projekts liegen in der Studienzeit. Entstanden ist die Idee in einer Göttinger Kneipe, dem „Charlie“, wo die beiden regelmäßig zusammensaßen.

„Wir saßen immer wieder auf dem Abend zusammen. Nach paar zu vielen Trioinfernale vielleicht und dann haben wir gesagt, komm, wir machen jetzt einen Politik Podcast.“

Angefangen haben sie zu zweit ohne Gäste – ein Konzept, das sich schnell als wenig tragfähig erwies. Heute ist based ein Interview-Podcast, dessen Wachstum vor allem über YouTube und Social Media Fahrt aufnahm. Ein prominenter Rückschlag: eine Aufnahme mit Frauke Petry, bei der nur eine von drei Kameras lief.

Ein Name mit doppelter Bedeutung

Der Name entstand zunächst eher beiläufig, entwickelte für die beiden aber eine eigene Bedeutung. Neben der Zustimmung, die das Wort im Netz signalisiert, gehe es auch darum, zur eigenen Meinung zu stehen.

„based bedeutet ja in im selben Atemzug auch based sein bedeutet, zu einer Meinung zu stehen, im Zweifel auch gegen bei Gegenwind.“

Genau solchen Menschen wollten sie eine Plattform bieten – von Politikern bis Journalisten, quer durch das politische Spektrum. Ausdrücklich verzichten wollen sie dabei auf Phrasen und den „durchschnittlichen MDB“.

Zuhören statt Draufschlagen

Anders als in Talkshows setzen Scherp und Stevens darauf, ihren Gästen Raum zu geben. Ein wiederkehrendes Beispiel ist der Auftritt eines Gastes, der bei Markus Lanz kaum zu Wort kam.

„Aber bei uns saß er halt und konnte. Das ausformulieren, was er denkt und in den Kommentaren waren dann Leute haben gesagt, OK ich find Quatsch was er da und da erzählt hat, aber ich hab ihn jetzt zumindest mal begriffen, was er damit denn meint.“

Ihre Motivation führen die beiden auch auf Erfahrungen an der Universität zurück, wo Debatten aus ihrer Sicht oft einseitig verliefen. Ihr Leitmotiv fassen sie als „Journalismus mit Neugier und Respekt“ zusammen. Einnahmen aus Werbung, Spenden und YouTube fließen bislang komplett zurück ins Projekt – ausgezahlt haben sich die beiden noch nichts. Für November kündigten sie eine „coole Erweiterung“ des Teams an, wollten aber noch keine Details verraten.

Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.

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