Spalten die "Leitmedien" unser Land? Julia Ruhs im Gespräch
Die konservative ÖRR-Journalistin über schwindendes Vertrauen, mediale Hegemonie und den Raum des Sagbaren – in Folge #90 von „based.“
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk galt jahrzehntelang als das Flaggschiff des seriösen Journalismus. Doch das Vertrauen bröckelt. In Folge #90 von „based.“ ist die Journalistin Julia Ruhs zu Gast – eine konservative Stimme im ÖRR, die mit ihren Ansichten polarisiert. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, ob die sogenannten „Leitmedien“ das Land spalten.
Bröckelndes Vertrauen, besonders bei den Jungen
Dass die frühere Selbstverständlichkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als verlässliche Instanz nachlässt, zeigt sich vor allem bei jüngeren Menschen. Laut einer INSA-Studie sieht nur ein Drittel der unter 29-Jährigen den ÖRR noch als verlässliche Quelle an.
Julia Ruhs gehört mit ihren konservativen Meinungen zu einer kleinen Gruppe im ÖRR. In ihrem Buch „Links-grüne Meinungsmacht“ arbeitet sie anhand zahlreicher Leserbriefe heraus, dass sich viele Menschen nach mehr Meinungsvielfalt sehnen.
Widerstand aus den eigenen Reihen
Ihren Kollegen stoßen die Ansichten von Ruhs hingegen übel auf. Sie spricht dabei aus eigener Erfahrung: Mehrere Shitstorms hat sie bereits hinter sich – auch von ÖRR-Kollegen. Die Auseinandersetzung um ihre Positionen zeigt, wie umstritten die Frage nach Meinungsvielfalt innerhalb der Redaktionen ist.
Mediale Hegemonie und der Raum des Sagbaren
Der Journalistin zufolge überträgt sich diese mediale Hegemonie auch auf die Gesellschaft. Der Raum des Sagbaren öffne sich aktuell nur sehr langsam wieder, so ihre Beobachtung.
Damit rückt eine grundsätzliche Debatte in den Mittelpunkt: Wie steht es um die Meinungsvielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – und welche Folgen hat dessen Ausrichtung für den gesellschaftlichen Diskurs? Das Gespräch mit Julia Ruhs lotet aus, wie eng Medienlandschaft und öffentliche Debatte miteinander verbunden sind.
Mehr zu Julia Ruhs findet ihr in ihrem Buch „Links-grüne Meinungsmacht“. Die Folge ist wie immer auf basedpodcast.de verfügbar. Wer den Podcast unterstützen möchte, kann dies über PayPal oder Patreon tun und erhält Exklusiv-Content.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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