Klimawandel: Überwiegt Ideologie über Wissenschaft? Ein Gespräch mit Axel Bojanowski
In Folge #49 von „based.“ spricht der Wissenschaftsjournalist Axel Bojanowski über Ängste, Sprache und die Politisierung der Klimadebatte.
Kaum ein Thema polarisiert die Gesellschaft so sehr wie der Klimawandel. In der neuen Folge von based. ist deshalb Axel Bojanowski zu Gast – langjähriger Wissenschaftsjournalist und aktuell Chefreporter Wissenschaft bei der Welt. Gemeinsam versucht die Runde, ein wenig Licht ins Dunkle rund um den Klimawandel zu bringen. Anlass ist auch Bojanowskis Buch mit dem Titel „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, das am Tag der Folge erscheint.
Warum trauen sich Menschen nicht zu fragen?
Der Buchtitel wirft eine zentrale Frage auf: Warum wagen Menschen es möglicherweise nicht, nach dem Klima zu fragen? Im Gespräch geht es darum, wie es zu der Angst vor dem Klimawandel in der jungen Generation kommt und ob die Furcht vor möglichen desaströsen Szenarien durch Klimaveränderungen berechtigt ist.
Ein weiterer Punkt ist die Sprache selbst: Warum eskaliert die Wortwahl über den Klimawandel so sehr – vom Wandel über die Krise bis hin zur Apokalypse? Bojanowski und die Hosts fragen, was diese Zuspitzung mit der öffentlichen Wahrnehmung macht.
Aufmerksamkeitsökonomie und Wissenschaft
Bojanowski schreibt in seinem Buch, dass Wissenschaftler mit möglichst extremen Szenarien deutlich mehr Aufmerksamkeit in den Medien bekommen als ruhige Analytiker. In der Folge wird deshalb diskutiert, wie diese Aufmerksamkeitsökonomie in Deutschland bei diesem Thema funktioniert.
Damit verbunden ist die Frage nach Verantwortung: Warum hat es offenbar keine Konsequenzen für Forscher, die apokalyptische Szenarien präsentieren, die anschließend falsifiziert wurden? Das Gespräch geht dem Verhältnis von medialer Reichweite und wissenschaftlicher Sorgfalt nach.
Politisierung der Klimawissenschaft
Ein großer Teil der Folge widmet sich der Politisierung der Klimawissenschaft. So wird etwa gefragt, warum im IPCC-Bericht von 2022 politische Forderungen wie Umverteilung, Degrowth oder Intersektionalität und Geschlechtergerechtigkeit zu finden sind.
Außerdem wird thematisiert, wie mächtig die Klima-Lobby im Vergleich zu den oft gescholtenen Lobbies der Industrie ist – und wie wissenschaftlich fundiert die politischen Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 tatsächlich sind. All das ist in der aktuellen Folge von based. zu hören.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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