Ist die Union wieder auf Kurs? CDU-Basismitglied Baha Jamous
Über das neue CDU-Grundsatzprogramm, Leitkultur und den Europawahlkampf mit Ursula von der Leyen spricht based. mit dem CDU-Mitglied Baha Jamous.
Die CDU hat ein neues Grundsatzprogramm beschlossen – das vierte in ihrer Geschichte – und zieht erneut mit Ursula von der Leyen an der Spitze in den Europawahlkampf. Darüber spricht based. mit Baha Jamous, der als Basismitglied der CDU auf Polit-Twitter aktiv ist und sich regelmäßig in die politischen Debatten einschaltet, insbesondere in der Unions-Bubble.
Ein Programm als Leitlinie
Das Grundsatzprogramm soll Leitlinie für die Unionspolitik der kommenden Jahre sein. Im Gespräch geht es um die Frage, ob es eine Rückkehr zu einer konservativeren Linie bedeutet, sowie um konkrete Streitpunkte, die die Ausrichtung der Partei prägen: die Forderung nach einer Wehrpflicht, das in der Migrationspolitik diskutierte Ruanda-Modell und den von der CDU erneut ins Feld geführten Begriff der Leitkultur. Dabei wird beleuchtet, wie Jamous als Mitglied der Parteibasis diese Positionen einordnet und welche Erwartungen er an das Programm knüpft.
Blick auf die Europawahl
Mit Blick auf die am kommenden Wochenende stattfindende Europawahl thematisiert das Gespräch, ob Wählerinnen und Wähler die Kombination aus Friedrich Merz und Ursula von der Leyen als zu unterschiedlich wahrnehmen könnten. Zudem geht es um die Kritik an der Europäischen Volkspartei (EVP), sie nähere sich rechtsradikalen Parteien im Europaparlament an. Schließlich ordnet Jamous ein, was ihm angesichts von Negative Campaigning und einer verbreiteten Untergangsstimmung kurz vor den Wahlen dennoch Hoffnung macht – und wie er als Unterstützer der Partei auf deren Kurs blickt.
Zwischen Anspruch und Wahrnehmung
Ein wiederkehrender Punkt des Gesprächs ist die Frage, ob das neue Programm für die Wählerinnen und Wähler glaubwürdig zu einer klaren Linie zusammenfindet oder ob unterschiedliche Erwartungen an Spitzenpersonal und Inhalte auseinanderfallen. Jamous nimmt dabei ausdrücklich die Perspektive der Parteibasis ein und macht deutlich, dass er die Debatten in der Union aufmerksam verfolgt und sich aktiv einbringt. Für ihn ist entscheidend, wie sich die CDU zwischen konservativem Profil und der Anschlussfähigkeit an eine breite Mitte positioniert – gerade in einer Zeit, in der die politische Stimmung stark aufgeladen ist und die Ränder an Zulauf gewinnen.
Die Folge verbindet damit zwei Ebenen: die programmatische Selbstvergewisserung der CDU durch ihr neues Grundsatzprogramm und den unmittelbar bevorstehenden europäischen Urnengang. Beide Themen berühren dieselbe Grundfrage – ob die Union nach Jahren der Richtungsdebatten wieder einen erkennbaren, tragfähigen Kurs findet. Aus Sicht eines engagierten Basismitglieds wie Baha Jamous geht es dabei weniger um kurzfristige Umfragewerte als um die Frage, wofür die Partei langfristig stehen will und wie glaubwürdig sie diesen Anspruch nach außen vertritt.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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