Folge #47 · Zu Gast: Philipp Hanslik

ESC, Antisemitismus und die verlorene Linke: Ein Gespräch mit Philipp Hanslik

In Folge #47 von „based.“ geht es um die Ideologisierung des Eurovision Song Contest, Kalifatforderungen auf deutschen Straßen und die Frage nach dem Unwissen hinter heutigen linken Protesten.

19. Mai 2024 · based. Podcast
ESC, Antisemitismus und die verlorene Linke: Ein Gespräch mit Philipp Hanslik

Offiziell soll der Eurovision Song Contest eine „unpolitische“ Veranstaltung sein. In der Realität war er das laut den Macher:innen von „based.“ jedoch noch nie. In Folge #47 spricht der Podcast über die Ideologisierung des Wettbewerbs und die antisemitischen Ausschreitungen rund um das Event. Zu Gast ist der Podcaster Philipp Hanslik („A Distanza“), der beruflich Bildungsangebote zum Judentum und Antisemitismus gemeinsam mit dem deutsch-israelischen Rapper Ben Salomo umsetzt. Herausgekommen ist ein Rundumschlag, der vom Musikwettbewerb über Islamismus bis zur Lage der Linken reicht.

Kann der ESC überhaupt unpolitisch sein?

Auf den ESC musste die Runde, wie es in der Folge heißt, wohl oder übel zu sprechen kommen. Die zentrale Frage: Kann ein Musikwettbewerb zwischen so vielen Ländern überhaupt unpolitisch sein? Diskutiert wird, wie Philipp Hanslik den Antisemitismus gegen die israelische Bewerberin Eden Golan wahrgenommen hat.

Dabei geht es auch um die Motive: Ist der Hass und Hohn gegen sie von anderen Künstler:innen mehr als bloße Selbstinszenierung? Der ESC dient in der Folge als Ausgangspunkt, um das Thema Antisemitismus anschließend größer aufzugreifen.

Von welchem „River“ und welchem „Sea“?

Aus dem Wettbewerb entwickelt sich die Frage nach dem Unwissen hinter heutigen linken Protestler:innen. Warum, so die Fragestellung, wähnen sich vermeintliche „Pro Palästina“-Demonstrant:innen bei ihren Forderungen nach der Auslöschung Israels auf der richtigen Seite – auch ohne zu wissen, von welchem „River“ und welchem „Sea“ sie schreien?

Ein weiterer Aspekt ist die aus Sicht der Runde absurde Querfront dieser Gruppen mit Islamisten. Wie kann es dazu kommen? Diese Frage steht im Zentrum eines Gesprächsteils, der sich mit der Verbindung von linkem Protest und islamistischen Positionen auseinandersetzt.

Kalifatforderungen, Islamismus und Bildungsarbeit

Anlass für einen weiteren Themenblock ist die erneute Kundgebung der vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Organisation „Muslim Interaktiv“, auf der wieder ein Kalifat gefordert wurde. Der Podcast fragt: Sind diese Demonstrant:innen eine reelle Gefahr? Und wie schaut Philipp Hanslik auf den Umgang der Politik mit Islamismus?

Besonders aus seiner beruflichen Perspektive interessant sind Hansliks Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit muslimischen Schüler:innen, wenn es um das Thema Antisemitismus geht. Neben all diesen Fragen kommt in der Folge auch die aus Sicht der Runde verlorene, hoffnungslose Linke zur Sprache. Bereits im März war „based.“ zu Gast in Hansliks eigenem Podcast „A Distanza“ – nun ist er selbst der Gesprächspartner. Die komplette Diskussion gibt es in der neuen Folge von „based.“ zu hören.

Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.

← Alle Folgen
💚Unterstütze based.