Shervin Haghsheno über das Bündnis Sahra Wagenknecht
Der stellvertretende BSW-Vorsitzende über die Ziele der Partei, ihren Kurs und die Kritik an ihrer Russland-Linie.
Das deutsche Parteienspektrum ist im Umbruch: FDP und Linkspartei taumeln in Richtung außerparlamentarische Opposition, während mehrere junge Parteien auf gute Ergebnisse hoffen. Zu Gast bei based. ist Shervin Haghsheno, Mitbegründer und stellvertretender Vorsitzender des „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW). In gut einer Stunde geht es um die politischen Ziele des Unternehmers und darum, ob eine solche ambitionierte Neugründung überhaupt Bestand haben kann, wenn viele Beobachter bereits ihr Scheitern erwarten.
Der Weg in die Politik
Im Gespräch geht es um die Frage, warum der Universitätsprofessor für Bauingenieurwesen und Unternehmer mit 48 Jahren den Weg in die Politik sucht – und warum sich ausgerechnet ein Unternehmer für eine wirtschaftspolitisch links verortete Partei engagiert. Thematisiert wird auch, wie der Kontakt zu Sahra Wagenknecht zustande kam.
Kurs und Widersprüche
Ausführlich diskutiert wird die Arbeit der Partei: Kann das BSW erfolgreich sein, obwohl viele Experten ihr Scheitern prognostizieren? Wie lassen sich migrationsoffenere Stimmen wie die von Amira Mohamed Ali mit der restriktiveren Einwanderungsvorstellung Sahra Wagenknechts vereinbaren? Und würde Haghsheno die Partei überhaupt noch als politisch links bezeichnen? Gemeinsam versuchen Gastgeber und Gast, die Kernpunkte der Partei auch auf thematischer Ebene zu umreißen.
Ein Unternehmer bei einer linken Partei
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem scheinbaren Widerspruch, dass sich mit Haghsheno ein Unternehmer für eine wirtschaftspolitisch linke Partei engagiert. Das Gespräch fragt nach seiner persönlichen Motivation und danach, welches gesellschaftliche Anliegen ihn antreibt. So wird nachvollziehbar, wie sich das Profil einer jungen Partei zwischen sozialer Programmatik und dem Anspruch, neue Wählerschichten anzusprechen, formt.
Russland und der Vorwurf der Nähe zur AfD
Ein zentrales Thema ist die Kritik an der Parteilinie gegenüber Russland. Das Gespräch geht der Frage nach, ob Sahra Wagenknecht eine „Putinversteherin“ ist und ob Haghsheno nachvollziehen kann, wenn der Partei aus den Medien vorgeworfen wird, Narrative der AfD zu bedienen. In gut einer Stunde entsteht so ein Porträt einer Partei, die sich im Aufbau befindet und deren Erfolg zum Zeitpunkt des Gesprächs offen ist.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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