Jan Fleischhauer über die Ampel und die Kritikfähigkeit der Politik
In Folge #45 von „based.“ spricht Kolumnist Jan Fleischhauer über das Verhältnis von Regierung, Medien und Bevölkerung – und über die Frage, wo legitime Staatskritik endet.
In der 45. Folge des Podcasts based. ist mit Jan Fleischhauer der wohl bekannteste Kolumnist Deutschlands zu Gast. Im Gespräch dreht sich alles um das Verhältnis der Regierung zu den Medien und zur Bevölkerung. Anlass ist Fleischhauers vergangene Kolumne, die sich mit einer vom Bundesverfassungsgericht abgewiesenen Klage befasst: Entwicklungsministerin Schulze war mit ihrer Klage gegen Julian Reichelt aufgrund eines provokanten Tweets gescheitert.
Ein Offenbarungseid in Sachen Meinungsfreiheit?
Im Podcast gehen die Gastgeber der Frage nach, inwiefern dieser Vorgang ein Offenbarungseid für ein fehlendes Verständnis der Ampel zur Meinungsfreiheit ist. Wo hört legitime Staatskritik überhaupt auf? Und warum haben Politikerinnen und Politiker heutzutage eine so kurze Zündschnur, wenn Kritik an der eigenen Politik geübt wird?
Fleischhauer ordnet den Fall in einen größeren Zusammenhang ein und diskutiert, ob Volksvertreter wieder widerstandsfähiger gegenüber Kritik werden müssen.
Akademisierung des Parlaments
Als einen Grund für die von ihm beschriebene Hilflosigkeit der Regierung sieht der Kolumnist unter anderem die wachsende Akademisierung des Parlaments. Diese Entwicklung präge nach seiner Einschätzung auch die Kanzlerpartei und einstige Arbeiterpartei SPD.
Daran knüpft die Frage an, warum sich die Sozialdemokraten trotzdem auf der Seite der Kämpfer für „das Gute“ wähnen. Das Gespräch lotet aus, wie sich Selbstverständnis und Realität in der Politik zueinander verhalten.
AKW-Files und offene Debatte
Im Zusammenhang mit dem Thema kommen die Gastgeber und ihr Gast auch auf die Cicero-Recherche zu den sogenannten AKW-Files zu sprechen. Die Redaktion verspricht eine unterhaltsame Folge, in der von den Grünen bis zur AfD wirklich jeder „einen vors Schienbein“ bekommt.
Damit reiht sich Folge #45 in die Debatte um Kritikfähigkeit, Meinungsfreiheit und das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit ein – zugespitzt anhand eines konkreten Gerichtsurteils und geführt mit einem Gast, der als scharfer Beobachter des politischen Betriebs gilt.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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