Was läuft falsch in der Migrationsdebatte? Jan Karon zu Gast bei „based.“
In Folge #42 diskutiert der Podcast „based.“ mit dem Investigativjournalisten Jan Karon über die neue Kriminalstatistik, den Streit um ihre Deutung und die migrationspolitischen Maßnahmen der Ampelregierung.
In der 42. Folge des Podcasts based. ist Jan Karon zu Gast, freier Investigativjournalist und aktuell Reporter bei Nius. Karon hat unter anderem für den RBB gearbeitet und beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema Migration. Anlass des Gesprächs ist die Polizeiliche Kriminalstatistik, die in dieser Woche von Innenministerin Nancy Faeser vorgestellt wurde und medial große Wellen schlug.
Streit um die Kriminalstatistik
Besonders kontrovers wird in den sozialen Medien eine Zahl diskutiert: Laut der Statistik wurden 41 Prozent der Straftaten von Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft begangen. Der Podcast fragt Karon, was aus dieser Statistik nun tatsächlich zu schließen ist.
Aus anderen Medienhäusern hallt es nach der Bundespressekonferenz, dass dabei außer Acht gelassen werde, dass die Zahl der nichtdeutschen Bevölkerung gewachsen sei – und unter dieser Berücksichtigung gar kein Anstieg der Straftaten vorliege. Zudem sei die hohe Zahl ausländischer Kriminalität durch die im Schnitt häufigeren Kontrollen verfälscht. Der Vorwurf an die Sicherheitsbehörden lautet: Racial Profiling. Was Karon zu diesen Entgegnungen sagt, ist ein zentraler Punkt der Folge.
Maßnahmen der Ampelregierung
Nancy Faeser betonte im Rahmen der Vorstellung der Kriminalstatistik erneut, dass im Falle von Straftaten von Menschen ohne Staatsbürgerschaft Konsequenzen in Form von Abschiebungen nötig seien. Zudem setzt die Ampelregierung seit Kurzem auf Grenzkontrollen, und eine Bezahlkarte für Flüchtlinge soll kommen.
Sind das die richtigen Schritte? Kommen diese Maßnahmen zu spät? Über diese Fragen sprechen die Hosts mit ihrem Gast und ordnen die politischen Weichenstellungen ein.
Karons Weg und der Umgang mit Anfeindungen
Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um Jan Karon selbst, seine Geschichte und seinen Job bei Nius. Sein Arbeitsverhältnis beim RBB wurde 2022 aufgekündigt. Grund dafür war ein Tweet, in dem er nach einem Messermord eines Somaliers in Ludwigshafen den Staat Somalia als „Shithole-Country mit Steinzeit-Kultur“ bezeichnete.
Der Podcast fragt, ob dieser Vorfall seine Arbeit verändert hat und wie er mit Anfeindungen gegenüber seiner Person umgeht – nur, weil er für den „falschen“ Arbeitgeber berichtet. Außerdem geht es um die Frage, ob Karon manche Vorwürfe nachvollziehen kann, etwa dass Nius gern ausschließlich in Richtung der Grünen trete. All das ist in dieser Folge based. zu hören.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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