Was stört dich am modernen Feminismus, Franziska Zimmerer?
In Folge 40 von „based.“ spricht Journalistin Franziska Zimmerer über den Weltfrauentag, die vielen Gesichter des Feminismus und darüber, warum sie nichts vom Begriff „Empowerment“ hält.
Der 8. März gilt vielen Feministinnen und Feministen als bedeutsames Datum – der Weltfrauentag. Doch unser Gast in dieser Folge scheint diesen Tag nicht zu brauchen. Franziska Zimmerer, Ressortleiterin Community & Social bei WELT, hat anlässlich des Frauentages einen Kommentar verfasst, dessen Titel bereits eine klare Haltung erkennen lässt: „Als wären Frauen eingeschränkte Wesen mit einer pinken Gehirnhälfte“. Im Gespräch fragen wir sie, warum sie nichts vom Symbolismus dieses Tages hält.
Klischees, Werbung und ein Tag voller Symbolik
Warum fühlt sich Zimmerer nicht von Bärbel Baas repräsentiert, obwohl diese ebenfalls eine Frau ist? Und weshalb spielen Klischees rund um den Frauentag eine so große Rolle? Wir sprechen darüber, wie stark der 8. März von Symbolik geprägt ist und was das mit dem Bild von Frauen macht.
Ein Thema ist dabei auch die Werbung: Wie beeinflussen die vermeintlich emanzipatorischen Werbebotschaften zum Frauentag das heutige Frauenbild? Zimmerer erklärt, warum sie den Begriff „Empowerment“ kritisch sieht – und was für sie der eigentliche, wichtige Kern des Feminismus ist.
Ein Feminismus – oder viele?
In direkter Weise hängt der Frauentag mit der Entstehung des Feminismus zusammen. Heutige Queerfeministen beanspruchen den 8. März auch für Minderheiten wie Transpersonen. Wird der Frauentag damit gekapert – oder ist das ein berechtigter Teil des Feminismus? Diese Frage steht im Zentrum des Gesprächs.
Wir beleuchten außerdem die Spannungen innerhalb der Bewegung: Unterstützer des Judith-Butler-Feminismus, der Geschlechter als Konstrukt begreift, würden Alice Schwarzer wohl kaum als Frau unterstützen, da sie als „Terf“ (Trans Exclusionary Radical Feminist) bezeichnet wird. Gibt es also überhaupt den einen Feminismus – oder widersprechen sich die verschiedenen Ausformungen nicht eher?
Ein Blick auf die Debattenkultur
Passend zum Thema begleitet diese Folge eine Anzeige zum Roman „Das laute Schweigen des Max Grund“ von Ralf Ruthardt. Der Protagonist Max Grund befasst sich mit der aus seiner Sicht immer schlechter werdenden Debattenkultur in Deutschland: Viele Menschen zögen sich ins Private zurück, andere seien zwar interessiert, aber vorsichtig. Max Grund lehnt sich dagegen auf – und zahlt am Ende einen hohen Preis: seine Freiheit. Das Buch ist überall erhältlich, auch als Hörbuch auf Spotify und Audible.
All das hört ihr in der 40. Folge von based. Viel Freude beim Zuhören – und schöne Ostern!
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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