Thomas Kemmerich über die FDP, Thüringen und die Ampel
Der Thüringer Landesvorsitzende spricht über schwache Umfragewerte, seine Rolle in der Partei und liberale Grundsätze.
Thomas L. Kemmerich, Landesvorsitzender der FDP in Thüringen, war zu Gast bei based. Im Gespräch geht es um die schwachen Umfragewerte seiner Partei auf Bundes- und Landesebene sowie um seine Rolle im kommenden Landtagswahlkampf, in den der Landesverband ohne finanzielle Unterstützung der Bundespartei geht.
Kritik an der Ampel
Kemmerich bezeichnet sich als Unternehmer und geht kritisch mit Beschlüssen der Ampel um. Er führt die schlechte Stimmung nicht nur auf Kommunikation zurück, sondern auf fehlendes konkretes Handeln, etwa bei der Migration:
die Leute sind es satt, Ankündigungen zu hören, Nein, die wollen Konkretes, nachvollziehbares Handeln haben
Er kritisiert die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke, das Heizungsgesetz und Vorstöße zur Aufweichung der Schuldenbremse. Auch Über die Behandlung der Bauern und Spediteure äußert er sich kritisch.
Liberales Selbstverständnis
Auf die Frage nach seinen liberalen Idealen nennt Kemmerich das Individuum als Ausgangspunkt:
das Individuum soll frei, selbstbewusst und selbstverantwortlich entscheiden können
Daraus leitet er die Bedeutung von Bildung und die Abgrenzung zu etatistischen und kollektivistischen Parteien ab.
Thüringen und die Ministerpräsidentenwahl
Kemmerich blickt auf seine Wahl zum Ministerpräsidenten 2020 zurück, bei der auch Stimmen der AfD auf ihn fielen, und schildert den Druck, unter dem er zurücktrat. Er bekräftigt, dass es keine Zusammenarbeit mit AfD, Linken oder den Thüringer Grünen gebe. Zum Erfolg von AfD und BSW sagt er:
Erstarken der der Ränder ist nicht Ursache von irgendetwas, sondern das Wirkung von schlecht empfundener und schlecht gemachter Politik
Als Wahlziel nennt er acht bis zehn Prozent und ein mögliches Bündnis mit CDU und SPD nach dem Vorbild Sachsen-Anhalts.
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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