Folge #14

„Ich finde es lächerlich“ – Nius-Chefredakteur Vorbach über Kontaktschuld und die Linke

In der 14. Folge von „based.“ ist Sebastian Vorbach zu Gast. Der Nius-Mann und Moderator der Talksendung „stimmt“ spricht über Berührungsängste von Politikern, das Phänomen Kontaktschuld und die Zukunft der Linkspartei.

10. September 2023 · based. Podcast
„Ich finde es lächerlich“ – Nius-Chefredakteur Vorbach über Kontaktschuld und die Linke

In der 14. Folge des Politik-Podcasts „based.“ empfangen die Hosts Sebastian Vorbach, Chefredaktionsmitglied bei Nius und Moderator der Talksendung „stimmt – der Nachrichtentalk“. Vorbach, der zuvor bei Bild die Formate „Viertel nach 8“ und „Die richtigen Fragen“ geleitet hatte, erzählt von seinem Wechsel und von den Schwierigkeiten, für seine neue Sendung ein breites Meinungsspektrum an Gästen zu gewinnen.

Berührungsängste und das Problem der Gäste

Vorbach schildert, dass viele Eingeladene zunächst zögerten – nicht aus Angst vor ihm, sondern vor der Reaktion anderer. Nach und nach löse sich das aber auf, gerade weil auch Linkspolitiker wie Dieter Dehm auftraten.

Wenn dann 25€ Mindestlohn gefordert wird, dann denke ich mir doch, oh Gott, in was für einer sehr linken Sendung bin ich hier gelandet.

Er beschreibt einen „Dominoeffekt“: Kommt ein anerkannter Journalist, folgen andere. Das Format sei „nie erst konservativ“ gewesen, sondern „immer immer ein Format damit“, also der Mitte.

Kontaktschuld und Cancel Culture

Deutlich wird Vorbach beim Thema Kontaktschuld – etwa mit Blick auf die Debatte um Harald Schmidt nach einem Veranstaltungsfoto.

Ich finde es lächerlich und vor allen Dingen, es nimmt immer, ob es immer verrücktere Ausmaße an.

Auch bei der kulturellen Aneignung, so Vorbach, verliere man „die breite Masse der Bevölkerung“. Die Debatten auf Twitter hätten mit der Lebensrealität der meisten Menschen wenig zu tun – das gelte auch für Politiker, die sich dort in „Hot takes“ versuchten und Fehler „ohne Ende“ machten.

Die Zukunft der Linkspartei

Ein längerer Teil des Gesprächs dreht sich um die Linke und Sahra Wagenknecht. Vorbach hält die Partei für „komplett gespalten“ und rechnet mit einem schwierigen Wahlausgang. Eine mögliche neue Partei um Wagenknecht sieht er nur mit professioneller Hilfe als tragfähig an.

Wobei ich glaube, dass Sahra Wagenknecht ein perfektes Beispiel ist, dass dieses Schema links, rechts oft gar nicht mehr funktioniert.

Zum Abschluss diskutieren die Hosts mit ihrem Gast noch die Fälle Aiwanger und Feser sowie die aus Vorbachs Sicht zurückhaltende Berichterstattung mancher Medien. Das lockere Gespräch endet mit einem Ausblick auf die nächste Folge.

Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.

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