Warum will heute jeder Opfer sein?
Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter über Opfersein als Machtinstrument, die Debatte um Triggerwarnungen und den Nazi-Vergleich gegen die AfD.
Darf man eine Außenministerin die „Dümmste der Welt“ nennen? Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter sagt: natürlich. In dieser Folge warnt sie davor, in jeder Kränkung gleich ein Trauma zu sehen – und hält die Debatte über Triggerwarnungen und die Verfolgung harmloser Beleidigungen für aus dem Ruder gelaufen.
Opfersein als Machtinstrument
Lotters zentrale These: Opfersein ist heute ein Machtinstrument. Wer sich öffentlich als Opfer inszeniere, gewinne moralische Autorität – unabhängig davon, was die Fakten hergeben.
Ein Muster über politische Lager hinweg
Dabei erkennt Lotter dasselbe Muster auf verschiedenen Seiten: Warum profitiere die AfD vom selben Opfernarrativ wie die progressive Linke? Und warum hält sie ausgerechnet den Nazi-Vergleich gegen die AfD für eine furchtbare Strategie?
Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.
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