Folge #127 · Zu Gast: Jouanna Hassoun

Humanität zuerst: Jouanna Hassoun über Hilfe in Gaza jenseits der Lagergrenzen

In Folge 127 des Podcasts „based.“ spricht Jouanna Hassoun über die Arbeit ihres Vereins „Transaidency“ und darüber, wie man an einem kaum zugänglichen Ort helfen kann, ohne sich politisch vereinnahmen zu lassen.

8. Juni 2026 · based. Podcast
Humanität zuerst: Jouanna Hassoun über Hilfe in Gaza jenseits der Lagergrenzen

Wie hilft man Menschen an einem Ort, zu dem kaum jemand Zugang hat? Diese Frage steht im Zentrum der 127. Folge von „based.“. Zu Gast ist die Palästinenserin Jouanna Hassoun, die mit ihrem Verein „Transaidency“ nach eigenen Angaben 120.000 Menschen im Gazastreifen mit Nahrung und Medizin versorgt. Am Mikrofon sitzen Dominik Steffens und Jan Feddersen.

Helfen ohne Seitenwahl

Für Hassoun steht die Humanität an erster Stelle. Als Humanistin sei es ihr wichtig, die Gleichzeitigkeit palästinensischen und israelischen Leids anzuerkennen. Aus der Politik will sie sich dabei möglichst heraushalten. Die Folge fragt danach, ob und wie sich Hilfe leisten lässt, ohne sich für eine Seite zu entscheiden.

Auch ihre Haltung zur Hamas ist Thema. Hassoun kritisiert die Hamas, hält sich mit dieser Kritik jedoch zurück – zum Schutz ihres Teams in Gaza. Diese Zurückhaltung verdeutlicht, wie eng die Handlungsspielräume vor Ort sind und wie sehr persönliche Überzeugungen und die Sicherheit von Mitarbeitenden abgewogen werden müssen.

Arbeit an einem unzugänglichen Ort

Im Gespräch geht es um die praktischen Fragen humanitärer Arbeit unter extrem schwierigen Bedingungen: Wie funktioniert Hilfe an einem Ort, in den niemand hineinkommt? Wie stellt man überhaupt Kontakt her, wenn der Zugang versperrt ist?

Damit rückt die Folge die Logistik und die Kommunikationswege in den Mittelpunkt, die notwendig sind, um Nahrung und Medizin zu den Menschen zu bringen – und die zeigen, wie viel Organisation hinter einer so großen Zahl an versorgten Personen steckt.

Zwischen den Fronten

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gefahrenlage. Wie gefährlich ist die Arbeit zwischen den Fronten aus israelischer Armee und Hamas? Diese Frage verweist auf das Risiko, das mit humanitärem Einsatz in einem Konfliktgebiet verbunden ist – für Hassoun ebenso wie für ihr Team vor Ort.

Die Folge zeichnet so das Bild einer Helferin, die zwischen widerstreitenden Erwartungen agiert und dennoch an einem klaren Prinzip festhält: Humanität zuerst. Wer „based.“ unterstützen möchte, kann dies laut Podcast über PayPal oder Patreon tun; dort gibt es auch Exklusiv-Content. Zu finden ist der Podcast unter dem Instagram-Kanal @based_medien sowie auf basedpodcast.de.

Kurzfassung der Folge — das ganze Gespräch hört ihr im Podcast.

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